Konfliktmediation

…ist ein Verfahren zur außergerichtlichen und einvernehmlichen Konfliktlösung.

Das Ziel einer Mediation ist ein Konsens der streitenden Parteien. Konsens bedeutet, dass die Lösung des Konfliktes tatsächlich beide Seiten gleichermaßen zufrieden stellt.

Eine Mediation ist sinnvoll, wenn die Konfliktparteien an einem weiteren Dialog oder einer sonstigen Fortführung der Beziehung interessiert sind.

Wichtiges Merkmal der Mediation ist die Eigenverantwortung. „Vor Gericht und auf hoher See bist du in Gottes Hand!“ sagt ein Sprichwort. Tatsächlich ist der Ausgang eines Gerichtsverfahrens in vielen Fällen nicht abschätzbar. Die Verantwortung für Streit und Lösung wird zunächst an den Anwalt und dann an den Richter abgegeben, welcher letztlich ein Urteil fällt.

Im Mediationsverfahren bleibt die Verantwortung bei den beteiligten Konfliktparteien. Sie haben den Prozess und die Lösung allzeit unter Kontrolle.

In diesem Prozess werden Sie von mir, als Konfliktmediator, unterstützt.

Mediationen finden in einem neutralen Raum statt und alle verhandelten Inhalte werden strikt vertraulich behandelt.

Für die Dauer der Mediation verpflichten sich alle Beteiligten zu absolutem Stillschweigen nach außen.

Eine Konfliktmediation setzt die freiwillige Teilnahme der Konfliktparteien voraus. Sie erfordert den klaren Willen zur einer einvernehmlichen Lösung und die aktive Mitarbeit der Beteiligten.

Die Lösungen werden schriftlich fixiert, und begründen somit ein rechtsverbindliches Vertragswerk. Gegebenenfalls kann auch eine abschließende Überprüfung durch einen Rechtsanwalt erfolgen, der von beiden Vertragsparteien beauftragt wird. 

Das Verfahren der Konfliktmediation nimmt immer mehr Raum in der Streitkultur in Deutschland ein.

Ablauf der Mediation

Die Konfliktparteien befinden sich in einer Ausgangssituation, in der konstruktive Gespräche nicht mehr möglich sind. Ohne Klärungshilfe kann kein Dialog stattfinden. Wichtige Sachfragen, die trotz der Auseinandersetzung zu klären sind, bleiben unbeantwortet.

Meistens nimmt eine Konfliktpartei den Kontakt zu einem Mediator auf.

In der Folge stellt der Mediator den Kontakt zu der anderen Partei her, und er wirbt für eine Teilnahme am Verfahren.

In den Vorgesprächen werden auch Zeitumfang und Kosten einer Mediation erläutert. Willigen beide Konfliktparteien ein, findet das erste Treffen in neutraler Umgebung statt.


Die Kommunikation läuft zunächst komplett und ausschließlich über den Konfliktmediator.

Beide Parteien erhalten eine gleich bemessene Redezeit und stellen zunächst ihre Sichtweisen, ihre Positionen dar.


Im nächsten Schritt wird geklärt, wie wahrscheinlich eine Konfliktlösung unter Beibehaltung der jeweiligen Maximalforderungen erscheint. Das kann durchaus auch in Einzelgesprächen geschehen.

Bereits an dieser Stelle findet ein Abwägen statt, welcher Nutzen mit welchem Einsatz zu erreichen ist.

 

Gleichzeitig werden die Interessen, die hinter den Positionen stehen, immer mehr in den Blick genommen. Über Interessen schließlich kann man reden. Hier werden die Beweggründe der einzelnen Beteiligten offenbar und führen schließlich dazu, dass Verständnis für die Gegenseite wächst. An dieser Stelle werden aus Konfliktgegnern Problemlöser.

 

Dann funktioniert meistens auch wieder der direkte Dialog. Es ist dann nicht mehr von „Konflikt“ die Rede, sondern von „Problem.“ Für Probleme können Lösungen gefunden werden.

 

Lösungen werden durch die Beteiligten in gegenseitigem Einverständnis erarbeitet. Oft erleben die ehemaligen Kontrahenten eine nie geahnte Kreativität im „Erfinden“ von Lösungen.


Die Übereinkunft schließt das Mediationsverfahren ab. Sie wird schriftlich fixiert und kann unter Hinzuziehung eines Anwaltes ggf. in eine rechtsverbindliche Form gebracht werden.

 

Die durch Konfliktmediation erarbeiteten Lösungen sind sehr tragfähig und stabil. Ca. 75 % der angestrebten Mediationen werden erfolgreich abgeschlossen.